Kompaktes Wissen rund um Solardächer in der Schweiz – von Erträgen über Lebensdauer bis hin zu Förderungen.
Die grosse Mehrheit der bestehenden Dachflächen in der Schweiz eignet sich für die Installation einer Solaranlage. Nur wenige Dächer sind aufgrund von Ausrichtung oder Verschattung ungeeignet.
Die Schweiz empfängt jährlich zwischen 1'000 und 1'400 kWh Sonnenstrahlung pro Quadratmeter. Das Wallis und das Tessin erhalten die höchsten Werte.
Moderne Solarmodule haben eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren und verlieren in dieser Zeit nur etwa 10-15% ihrer ursprünglichen Leistung. Viele Module produzieren auch nach 30 Jahren noch zuverlässig Strom.
Der ideale Neigungswinkel für Solarmodule in der Schweiz liegt bei etwa 30 Grad. Dieser Winkel maximiert den Jahresertrag als Kompromiss zwischen Sommer- und Wintereinstrahlung.
Ein nach Süden ausgerichtetes Dach erreicht das maximale Ertragspotenzial. Ost/West-Dächer liefern immer noch 80-85% und sind wirtschaftlich absolut sinnvoll.
Pro installiertem Kilowatt Peak (kWp) Leistung werden etwa 5-6 Quadratmeter Dachfläche benötigt. Ein typisches Einfamilienhaus kann 8-12 kWp aufnehmen.
Der Bund fördert Solaranlagen über die Einmalvergütung (EIV). Sie deckt typischerweise ein Viertel bis fast ein Drittel der Investitionskosten ab.
Die Gestehungskosten von Solarstrom vom eigenen Dach liegen bei nur 5-10 Rappen pro kWh – deutlich unter dem Netzstrompreis von 25-35 Rappen. Solar ist damit die günstigste Stromquelle.
Eine typische Solaranlage auf einem Einfamilienhaus in der Schweiz amortisiert sich in 8-14 Jahren. Danach produziert sie für weitere 15+ Jahre nahezu kostenlosen Strom.
Studien zeigen, dass eine Solaranlage den Immobilienwert um 3-6% steigern kann. Bei einem Haus im Wert von CHF 800'000 sind das CHF 24'000-48'000.
Solarmodule arbeiten bei Kälte effizienter. Pro Grad Temperaturabnahme steigt die Leistung um 0.3-0.4%. An einem kalten, sonnigen Wintertag können Module Spitzenleistungen erzielen.
Flachdächer ermöglichen eine optimale Ausrichtung und Neigung der Module durch Aufständerung. Die freie Konfiguration ist ein grosser Vorteil gegenüber festen Dachneigungen.
Solarmodule bestehen hauptsächlich aus Glas, Aluminium und Silizium – alles recycelbare Materialien. Moderne Recyclingverfahren können bis zu 95% der Materialien zurückgewinnen.
Bereits eine teilweise Verschattung eines Moduls kann den Ertrag erheblich reduzieren. Moderne Leistungsoptimierer und Halbzellenmodule minimieren dieses Problem jedoch deutlich.
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil bei 25-35%. Mit einem passend dimensionierten Batteriespeicher kann dieser Wert auf 60-80% gesteigert werden.
Das gesamte Solarpotenzial auf Schweizer Dächern und Fassaden beträgt über 50 Gigawatt. Damit könnte ein Vielfaches des heutigen Strombedarfs gedeckt werden.
In den meisten Kantonen müssen Solaranlagen lediglich gemeldet werden – eine Baubewilligung ist nicht erforderlich, sofern sie genügend angepasst sind.
In fast allen Kantonen können die Kosten einer Solaranlage vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Das reduziert die effektiven Kosten um weitere 20-35%.
Die Effizienz von Solarmodulen steigt kontinuierlich. Aktuelle Module erreichen 20-24% Wirkungsgrad – vor zehn Jahren waren es noch 14-17%. Dieser Trend setzt sich fort.
Jede Kilowattstunde Solarstrom, die fossilen Strom ersetzt, vermeidet etwa 500 Gramm CO₂-Emissionen. Eine 10-kWp-Anlage spart so ca. 5 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.
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