Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
Klima

Solarertrag im Winter: Was Sie erwarten können

Aktualisiert: Januar 2025 · 8 Min. Lesezeit

Der Winter ist die herausforderndste Jahreszeit für Solaranlagen.

Ertrag im Jahresverlauf

Schnee

Schnee blockiert die Erzeugung, rutscht aber ab 25-30 Grad Neigung schnell ab. Die reflektierende Schneefläche kann den Ertrag an schneefreien Tagen erhöhen (Albedo-Effekt).

Nebel

Hochnebel im Mittelland ist der grössere Ertragsfeind. Auch bei Nebel erzeugen Module noch 5-20% des Normalwerts.

Module arbeiten bei Kälte effizienter. Pro Grad Temperaturabnahme steigt die Leistung um 0.3-0.4%.

Tipps

  1. Steilere Neigung wählen
  2. Dunkle Modulrahmen fördern Schneeabrutsch
  3. Eigenverbrauch im Winter durch Wärmepumpe maximieren

Fazit

Die hohen Sommererträge kompensieren die Wintermonate ausreichend.

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Planung und Installation

Der Weg zur eigenen Solaranlage beginnt mit einer professionellen Dachanalyse. Dabei werden Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik geprüft. Süd-, Südost- und Südwestdächer mit 15–35° Neigung sind ideal. Aber auch Ost-West-Anlagen sind wirtschaftlich sinnvoll und liefern eine gleichmässigere Stromproduktion über den Tag. Die Montage dauert typischerweise 2–3 Tage für ein Einfamilienhaus. Der Installateur kümmert sich um die Baubewilligung, den Netzanschluss und die Anmeldung bei Pronovo für die Einmalvergütung. Nach der Inbetriebnahme können Sie Ihre Stromproduktion per App überwachen und Ihren Eigenverbrauch optimieren. Ein jährlicher Check durch den Fachmann sichert die langfristige Leistung.

Schweizer Förderprogramme im Überblick

In der Schweiz profitieren Eigenheimbesitzer von attraktiven Förderprogrammen für Solaranlagen. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes deckt bis zu 30 % der Investitionskosten. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Zuschüsse an. In Zürich beispielsweise gibt es kantonale Zusatzförderungen von bis zu CHF 3’000, während Bern einen Bonus für Fassadenanlagen gewährt. Wichtig: Die Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Ihr Solarinstallateur übernimmt in der Regel die gesamte Administration. Die Bearbeitungszeit beträgt aktuell 3–6 Monate. Zusätzlich können Sie die Investitionskosten vollständig von der Einkommenssteuer abziehen – das spart je nach Steuersatz nochmals 20–35 % der Nettokosten.

Häufige Fragen zur Solaranlage

Wie lange hält eine Solaranlage? Moderne Solarmodule sind auf mindestens 25–30 Jahre ausgelegt. Viele Hersteller geben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren mit mindestens 80 % der Nennleistung.

Brauche ich eine Baubewilligung? In den meisten Schweizer Kantonen sind Auf-Dach-Anlagen meldepflichtig, aber nicht bewilligungspflichtig. Ausnahmen gelten in Schutzgebieten und bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Was passiert bei Schnee? Schnee rutscht bei geneigten Dächern schnell ab. Der Ertragsverlust im Winter ist minimal – die Hauptproduktion findet von März bis Oktober statt.

Wie viel Strom produziert meine Anlage? Pro kWp installierter Leistung können Sie in der Schweiz mit 900–1’100 kWh Jahresertrag rechnen – je nach Standort und Ausrichtung.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Solarstrom und Elektromobilität

Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.

Winterertrag nach Region: Von den Alpen bis zum Mittelland

Der Solarertrag im Winter unterscheidet sich in der Schweiz je nach Region dramatisch. Im Mittelland, insbesondere in den Kantonen Zürich, Bern und Luzern, reduziert persistenter Hochnebel von November bis Februar den Winterertrag erheblich. Typischerweise erzeugen Solaranlagen im Mittelland in den Wintermonaten nur 15 bis 25 Prozent ihres Jahresertrags. Ganz anders die Situation in den Alpen: In Höhenlagen über 1’500 Meter, etwa im Engadin, im Oberwallis oder in den Waadtländer Alpen, scheint die Sonne im Winter deutlich häufiger. Dort erzielen Solaranlagen bis zu 35 Prozent des Jahresertrags in der kalten Jahreszeit.

Die tiefen Temperaturen in den Bergen wirken sich zusätzlich positiv aus: Solarmodule arbeiten bei Kälte effizienter, da der Wirkungsgrad pro Grad unter Standardtestbedingungen von 25°C um etwa 0,3 bis 0,4 Prozent steigt. An einem klaren Wintertag in Davos oder St. Moritz können Module daher kurzzeitig sogar mehr Leistung erbringen als im heissen Sommer. Die Schneeproblematik lässt sich durch eine ausreichende Dachneigung von mindestens 30 Grad minimieren, da der Schnee dann weitgehend von selbst abrutscht. Die Pronovo-Einmalvergütung wird unabhängig vom Standort gewährt, doch die kantonale Förderung variiert: Der Kanton Graubünden bietet zusätzliche Beiträge für Solaranlagen in Berggemeinden. Die Gesamtjahreserträge in alpinen Lagen von 1’200 bis 1’600 kWh pro kWp übertreffen das Mittelland mit 900 bis 1’100 kWh pro kWp deutlich und machen alpine Standorte zu erstklassigen Solarstandorten – auch im Winter.

Saisonale Energiespeicherung und Power-to-X

Die saisonale Verschiebung von Solarstrom-Überschüssen vom Sommer in den Winter ist eine der grossen Herausforderungen der Energiewende. In der Schweiz werden verschiedene Ansätze erforscht und zunehmend auch umgesetzt. Power-to-Hydrogen-Systeme wandeln überschüssigen Solarstrom mittels Elektrolyse in Wasserstoff um, der später in Brennstoffzellen oder in der Industrie genutzt werden kann. Das Pilotprojekt in Brütten (ZH) zeigt, dass ein Mehrfamilienhaus mit PV, Speicher und Wasserstoff ganzjährig energieautark betrieben werden kann. Thermische Langzeitspeicher nutzen überschüssige Solarwärme im Sommer, um sie im Winter für Heizzwecke bereitzustellen. Auch die Nutzung von Stauseen als riesige Batterien ist in der Schweiz bereits Realität: Pumpspeicherkraftwerke wie das Linth-Limmern-Werk im Kanton Glarus ermöglichen die grossflächige Speicherung von erneuerbarer Energie.

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