Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
Technologie

Satellitenbasierte Dachanalyse: So funktioniert es

Aktualisiert: Januar 2025 · 8 Min. Lesezeit

Moderne Satellitenanalyse ermöglicht präzise Dachbewertungen ohne Vororttermin. Genauigkeit: über 90% im Vergleich zur Vor-Ort-Vermessung.

Technologie

Hochauflösende Satellitenbilder, digitale Höhenmodelle, Katasterdaten und Wetterdaten werden von KI-Algorithmen verarbeitet. Neigungswinkel auf 2-3 Grad genau.

Analysierte Daten

Prozess

  1. Adresse eingeben
  2. Automatische Erkennung
  3. KI-Analyse
  4. Ertragsberechnung
  5. Bericht

Die Genauigkeit liegt bei über 90% – bei einem Bruchteil der Kosten eines Vor-Ort-Termins.

Grenzen

Zustand der Dachkonstruktion, Elektroinstallation und sehr kleine Hindernisse können nicht beurteilt werden. Die Satellitenanalyse ergänzt die Vor-Ort-Begehung.

Schweizer Daten

Swisstopo bietet präzise Höhenmodelle, das BFE stellt Sonnenstrahldaten bereit. Ideale Voraussetzungen.

Fazit

Der einfachste Weg, das Solarpotenzial einzuschätzen – kostenlos, unverbindlich, ohne Vororttermin.

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Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Solarstrom und Elektromobilität

Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.

Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer

Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.

Schweizer Förderprogramme im Überblick

In der Schweiz profitieren Eigenheimbesitzer von attraktiven Förderprogrammen für Solaranlagen. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes deckt bis zu 30 % der Investitionskosten. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Zuschüsse an. In Zürich beispielsweise gibt es kantonale Zusatzförderungen von bis zu CHF 3’000, während Bern einen Bonus für Fassadenanlagen gewährt. Wichtig: Die Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Ihr Solarinstallateur übernimmt in der Regel die gesamte Administration. Die Bearbeitungszeit beträgt aktuell 3–6 Monate. Zusätzlich können Sie die Investitionskosten vollständig von der Einkommenssteuer abziehen – das spart je nach Steuersatz nochmals 20–35 % der Nettokosten.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Schweizer Geodaten und Solarkataster für die Dachanalyse

Die Schweiz verfügt über eine der weltweit besten Geodateninfrastrukturen, die auch für die Solardachanalyse genutzt wird. Das Bundesamt für Energie (BFE) stellt mit sonnendach.ch ein öffentliches Solarkataster bereit, das jedes Gebäude in der Schweiz hinsichtlich seines Solarpotenzials bewertet. Diese Daten basieren auf dem hochauflösenden Höhenmodell von Swisstopo und berücksichtigen Dachneigung, Ausrichtung sowie Verschattung durch umliegende Gebäude und Vegetation. Für Hauseigentümer bietet dies eine wertvolle Ersteinschätzung, die jedoch durch professionelle Satellitenanalysen weiter verfeinert werden kann.

Moderne Analysesysteme nutzen multispektrale Satellitenbilder mit einer Auflösung von unter einem Meter und kombinieren diese mit LiDAR-Daten, die in vielen Schweizer Kantonen flächendeckend verfügbar sind. Im Kanton Zürich und im Kanton Aargau sind diese Daten öffentlich zugänglich und ermöglichen präzise 3D-Modelle jedes Daches. Die Analyse berücksichtigt saisonale Verschattungsmuster über das gesamte Jahr, die spezifischen Einstrahlungswerte des MeteoSchweiz-Netzwerks sowie den Einfluss von Nebel und Hochnebel im Mittelland. Für Gebiete wie das Zentralschweizer Mittelland, wo winterlicher Hochnebel den Ertrag deutlich beeinflusst, liefern diese Analysen realistischere Prognosen als pauschale Schätzungen. Die Kosten für eine professionelle Satellitenanalyse beginnen bei CHF 0 für kostenlose Online-Tools und reichen bis CHF 500 für detaillierte Gutachten mit bankfähiger Ertragsprognose, die für die Pronovo-Anmeldung und Finanzierungsgespräche verwendet werden können.

Netzanschluss und technische Anforderungen

Der Anschluss einer Solaranlage ans Schweizer Stromnetz unterliegt klaren technischen Vorschriften. Die Werkvorschriften des Verteilnetzbetreibers (VNB) definieren die maximale Einspeiseleistung und die Anforderungen an den Wechselrichter. In der Regel ist für Anlagen bis 30 kVA ein vereinfachtes Anschlussgesuch ausreichend. Der Wechselrichter muss die Schweizer Netznormen EN 50549 und VDE-AR-N 4105 erfüllen. Nach der Installation prüft eine zugelassene Kontrollstelle die elektrische Sicherheit gemäss NIV (Niederspannungs-Installationsverordnung). Die Kosten für den Netzanschluss betragen CHF 500–2’000 je nach VNB und Anlagengrösse. In der Schweiz ist die Zählerinfrastruktur bereits weitgehend auf bidirektionale Smart Meter umgestellt, die Einspeisung und Bezug separat erfassen. Ihr Installateur koordiniert den gesamten Prozess mit dem lokalen Netzbetreiber und stellt sicher, dass alle technischen Anforderungen von Beginn an erfüllt werden.

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