Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
Dachtyp

Flachdach-Solaranlage: Vorteile und Besonderheiten

Aktualisiert: Januar 2025 · 8 Min. Lesezeit

Flachdächer bieten hervorragende Möglichkeiten für Solaranlagen. Die freie Wahl von Ausrichtung und Neigungswinkel macht das Flachdach zu einer flexiblen Plattform für optimale Solarerträge.

Vorteile des Flachdachs

Freie Ausrichtung nach Süden unabhängig von der Gebäudeausrichtung, optimaler Neigungswinkel durch Aufständerung, einfacherer Zugang für Wartung, keine Dachdurchdringung bei balastierten Systemen, und grosse zusammenhängende Flächen.

Aufständerungssysteme

Bei balastierten Systemen werden Module auf Wannen montiert und mit Betonsteinen beschwert. Aerodynamische Systeme nutzen Windkräfte. Bei ungenügender Statik kann eine durchdringende Befestigung gewählt werden.

Aerodynamische Aufständerungssysteme reduzieren die Ballastierung um bis zu 60% gegenüber herkömmlichen Systemen.

Ost-West vs. Süd-Aufständerung

Die Ost-West-Aufstellung mit flachem Winkel (10-15 Grad) ermöglicht bis zu 40% mehr Module auf der gleichen Fläche, da die Reihenabstände geringer sind.

Abdichtung und Dachhaut

Die Solaranlage darf die Dachhaut nicht beschädigen. Viele Eigentümer kombinieren Dachsanierung und Solarinstallation, um Kosten zu sparen.

Wirtschaftlichkeit

Für Gewerbebetriebe mit hohem Tagesstromverbrauch sind Flachdach-Solaranlagen äusserst wirtschaftlich. Der Eigenverbrauchsanteil kann 60-80% erreichen, mit Amortisationszeit von 6-8 Jahren.

Fazit

Das Flachdach ist eine ausgezeichnete Plattform für Solaranlagen mit Flexibilität bei Ausrichtung und Neigung.

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Solarstrom und Elektromobilität

Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.

Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer

Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.

Batteriespeicher – lohnt sich das?

Umweltbilanz und Nachhaltigkeit

Eine Solaranlage in der Schweiz vermeidet pro kWp jährlich rund 400–500 kg CO₂. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage sind das über die Lebensdauer von 25 Jahren mehr als 100 Tonnen eingespartes CO₂. Die energetische Amortisation – also die Zeit, bis die Anlage mehr Energie produziert hat als für ihre Herstellung benötigt wurde – liegt bei nur 1–2 Jahren. Danach liefert sie über 20 Jahre lang sauberen, klimaneutralen Strom. Am Ende ihrer Lebensdauer können über 95 % der Materialien recycelt werden. Silizium, Glas und Aluminium werden zurückgewonnen und in neuen Produkten eingesetzt. So schliesst sich der Kreislauf – und Sie leisten einen messbaren Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.

Planung und Installation

Der Weg zur eigenen Solaranlage beginnt mit einer professionellen Dachanalyse. Dabei werden Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik geprüft. Süd-, Südost- und Südwestdächer mit 15–35° Neigung sind ideal. Aber auch Ost-West-Anlagen sind wirtschaftlich sinnvoll und liefern eine gleichmässigere Stromproduktion über den Tag. Die Montage dauert typischerweise 2–3 Tage für ein Einfamilienhaus. Der Installateur kümmert sich um die Baubewilligung, den Netzanschluss und die Anmeldung bei Pronovo für die Einmalvergütung. Nach der Inbetriebnahme können Sie Ihre Stromproduktion per App überwachen und Ihren Eigenverbrauch optimieren. Ein jährlicher Check durch den Fachmann sichert die langfristige Leistung.

Flachdach-Solaranlagen in Schweizer Kantonen: Förderung und Normen

Bei der Pronovo-Einmalvergütung werden Flachdach-Anlagen identisch wie Schrägdach-Anlagen gefördert. Für gewerbliche Flachdächer ab 100 kWp Leistung kann die grosse Einmalvergütung beantragt werden, die anteilig höhere Beiträge vorsieht. Im Kanton Basel-Stadt profitieren Gewerbebauten von zusätzlichen Förderinstrumenten für Grossanlagen. Schweizer Normen wie die SIA 261 regeln die Windlastberechnung für aufgeständerte Systeme, die insbesondere in exponierten Lagen wie dem Jurabogen oder dem Mittelland mit höheren Windgeschwindigkeiten relevant sind. Die Ballastierung der Module muss die Statik des Flachdachs berücksichtigen, wobei moderne Leichtbausysteme das Zusatzgewicht auf 12 bis 18 Kilogramm pro Quadratmeter begrenzen. Eine fachgerechte Planung durch zertifizierte Schweizer Solarteure stellt sicher, dass alle Normen eingehalten und die Fördergelder vollständig ausgeschöpft werden.

Solaranlage und Wärmepumpe optimal kombinieren

Die Kombination von PV-Anlage und Wärmepumpe ist in der Schweiz energetisch und wirtschaftlich besonders sinnvoll. Eine Wärmepumpe verbraucht jährlich 3’000–6’000 kWh Strom für Heizung und Warmwasser. Ein erheblicher Teil dieses Bedarfs kann durch Solarstrom gedeckt werden – besonders in den Übergangsmonaten Frühling und Herbst. Durch geschickte Steuerung lässt sich die Wärmepumpe bevorzugt dann betreiben, wenn die Sonne scheint. Das Gebäude dient dabei als thermischer Speicher: Die Wärmepumpe heizt tagsüber die Räume um 1–2°C über die Solltemperatur und nutzt diese Energie in der Nacht. In der Schweiz empfiehlt das Bundesamt für Energie die Kopplung beider Systeme als wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudeparks. Die SIA-Norm 380/1 berücksichtigt den PV-Eigenverbrauch explizit in der Energiebilanz des Gebäudes.

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