Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
Eigenverbrauch

Eigenverbrauch optimieren: Mehr vom eigenen Solarstrom

Aktualisiert: Januar 2025 · 8 Min. Lesezeit

Der Eigenverbrauch ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit. Der Unterschied zwischen Einspeisevergütung und Strompreis beträgt 15-25 Rappen pro kWh.

Strategien

Lastverschiebung

Energieintensive Aktivitäten in die Sonnenstunden verschieben.

Batteriespeicher

Eigenverbrauch auf 60-80% steigern. 10-kWh-Speicher: CHF 8’000-14’000.

Wärmepumpe

Erhöht den Eigenverbrauch um 10-20 Prozentpunkte.

Elektrofahrzeug

2’000-4’000 kWh pro Jahr direkt verbrauchen.

Kombination von Solaranlage, Speicher, Wärmepumpe und E-Auto kann den Eigenverbrauch auf über 80% steigern.

Intelligente Steuerung

Energiemanagementsysteme überwachen Produktion und Verbrauch in Echtzeit und steuern Verbraucher automatisch.

ZEV

In Mehrfamilienhäusern ermöglicht der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch die Aufteilung des Solarstroms.

Fazit

Mit der richtigen Kombination können Sie den grössten Teil Ihres Solarstroms selbst nutzen.

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Batteriespeicher – lohnt sich das?

Häufige Fragen zur Solaranlage

Wie lange hält eine Solaranlage? Moderne Solarmodule sind auf mindestens 25–30 Jahre ausgelegt. Viele Hersteller geben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren mit mindestens 80 % der Nennleistung.

Brauche ich eine Baubewilligung? In den meisten Schweizer Kantonen sind Auf-Dach-Anlagen meldepflichtig, aber nicht bewilligungspflichtig. Ausnahmen gelten in Schutzgebieten und bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Was passiert bei Schnee? Schnee rutscht bei geneigten Dächern schnell ab. Der Ertragsverlust im Winter ist minimal – die Hauptproduktion findet von März bis Oktober statt.

Wie viel Strom produziert meine Anlage? Pro kWp installierter Leistung können Sie in der Schweiz mit 900–1’100 kWh Jahresertrag rechnen – je nach Standort und Ausrichtung.

Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Umweltbilanz und Nachhaltigkeit

Eine Solaranlage in der Schweiz vermeidet pro kWp jährlich rund 400–500 kg CO₂. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage sind das über die Lebensdauer von 25 Jahren mehr als 100 Tonnen eingespartes CO₂. Die energetische Amortisation – also die Zeit, bis die Anlage mehr Energie produziert hat als für ihre Herstellung benötigt wurde – liegt bei nur 1–2 Jahren. Danach liefert sie über 20 Jahre lang sauberen, klimaneutralen Strom. Am Ende ihrer Lebensdauer können über 95 % der Materialien recycelt werden. Silizium, Glas und Aluminium werden zurückgewonnen und in neuen Produkten eingesetzt. So schliesst sich der Kreislauf – und Sie leisten einen messbaren Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.

Eigenverbrauch steigern: Schweizer Tariflandschaft und Speicherförderung

Die Optimierung des Eigenverbrauchs gewinnt in der Schweiz zunehmend an Bedeutung, da die Rückliefertarife der Energieversorger schweizweit stark variieren. Während einige Stadtwerke wie die EKZ im Kanton Zürich faire Tarife von 12 bis 16 Rappen pro kWh bieten, liegen die Rückliefertarife bei kleineren Versorgern teils unter 8 Rappen pro kWh. Je grösser die Differenz zwischen Bezugstarif und Rückliefertarif, desto lohnender ist ein hoher Eigenverbrauchsanteil. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch typischerweise von 30 Prozent auf 60 bis 70 Prozent steigern.

Diverse Kantone fördern Batteriespeicher gezielt: Im Kanton Aargau gibt es Beiträge von CHF 200 pro kWh Speicherkapazität, der Kanton Appenzell Ausserrhoden gewährt Pauschalbeträge für Speichersysteme. Die Kosten für einen Lithium-Ionen-Speicher mit 10 kWh Kapazität liegen aktuell bei CHF 8’000 bis CHF 14’000 inklusive Installation. Neben der Batterie bieten sich in der Schweiz weitere Möglichkeiten zur Eigenverbrauchssteigerung: Wärmepumpen können mit einer intelligenten Steuerung den überschüssigen Solarstrom zur Warmwasserbereitung nutzen. Elektrofahrzeuge, deren Verbreitung in der Schweiz rasant zunimmt, lassen sich über Wallboxen gezielt mit Solarstrom laden. Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglichen es Mehrfamilienhäusern, den Solarstrom direkt an Mieter zu verkaufen und so den Eigenverbrauch auf Gebäudeebene zu maximieren. Die Pronovo-Einmalvergütung wird unabhängig vom Eigenverbrauchsanteil ausbezahlt, was die Basiswirtschaftlichkeit jeder Anlage sichert.

Alpine Photovoltaik – Solarstrom aus den Bergen

Alpine Solaranlagen sind ein vielversprechender Ansatz für die Schweizer Energieversorgung. In Höhenlagen über 1’500 Metern ist die Globalstrahlung bis zu 50 % höher als im Mittelland – und die Produktion verlagert sich deutlich in die Wintermonate. Das Pionierprojekt an der Muttsee-Staumauer im Kanton Glarus zeigt das Potenzial: Die vertikal montierten Module liefern rund 50 % ihres Ertrags im Winter. Der Bund fördert alpine PV-Grossanlagen mit einem erhöhten Einmalvergütungssatz von bis zu 60 % der Investitionskosten. Auch private Bergregion-Anlagen profitieren von höheren Erträgen: In Davos, Zermatt oder Saas-Fee erreichen Dachanlagen bis zu 1’500 kWh pro kWp. Die kühleren Temperaturen in Höhenlagen verbessern zudem den Modulwirkungsgrad um 3–5 %, da PV-Module bei Kälte effizienter arbeiten als bei Hitze.

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